{"id":305,"date":"2019-05-09T10:56:03","date_gmt":"2019-05-09T10:56:03","guid":{"rendered":"http:\/\/glueckspilz-mona.de\/?p=305"},"modified":"2019-05-09T11:10:46","modified_gmt":"2019-05-09T11:10:46","slug":"positives-denken-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/glueckspilz-mona.de\/?p=305","title":{"rendered":"Positives Denken Teil 2"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"305\" class=\"elementor elementor-305\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-566aee1a elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"566aee1a\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-491e5a07\" data-id=\"491e5a07\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-56c0474a elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"56c0474a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><\/p>\n<p>In meinem ersten Beitrag zum positiven Denken habe ich euch erz\u00e4hlt, was mich dazu gef\u00fchrt hat, die Denkweise zu ver\u00e4ndern und mit welchen Hilfen ich es geschafft habe. Heute m\u00f6chte ich an meinem Beispiel erz\u00e4hlen, wie fies die Realit\u00e4t sein kann und wie man es schafft, durch positives Denken in \u00fcblen Situationen wieder zur\u00fcck zu finden und die dunklen Wolken ziehen zu lassen.<\/p>\n<p>Von meiner Hemianopsie, f\u00fcr die mein Hirntumor verantwortlich ist, habe ich euch ja bereits erz\u00e4hlt. Um die wird es in diesem Beitrag auch wieder gehen.<\/p>\n<p>Ich hole mal etwas aus!<\/p>\n<p>Als ich das letzte Mal zum MRT war, hat mein Arzt mir Sakkadentraining verschrieben. Sakkadentraining soll einem Menschen, der unter einem Gesichtsfeldausfall leidet, den Weg zur\u00fcck ins Leben erleichtern. Man \u00fcbt mit dem Ausfall Alltagssituationen wieder meistern zu k\u00f6nnen und einfach besser zurecht zu finden. Das findet in der Regel bei einem Ergotherapeuten statt. Nun ist es aber so, dass das keine Standardbehandlung ist und es dementsprechend in vielen Praxen noch nie angewendet wurde. Bisher habe ich noch keine passende Praxis gefunden, die mit mir das Sakkadentraining durchf\u00fchren kann. Ich hoffe das \u00e4ndert sich in den n\u00e4chsten Tagen, denn ich m\u00f6chte unbedingt loslegen!<br \/>Da ich aber nicht unt\u00e4tig sein m\u00f6chte und das dringende Bed\u00fcrfnis habe, irgendwas machen zu m\u00fcssen, habe ich mir beim Augenarzt einen Termin in der Sehschule geben lassen.<\/p>\n<p>Ich bin daf\u00fcr zu einem anderen Augenarzt gegangen und nicht zu meinem \u00fcblichen. Bei meinem \u00fcblichen dauert es zum einen ziemlich lange, bis man einen Termin in der Sehschule bekommt und zum anderen fand ich es gut eine zweite Meinung zu bekommen.<\/p>\n<p>Zu Beginn wurde eine Gesichtsfeldmessung durchgef\u00fchrt. W\u00e4hrend dieser Messung habe ich schon bemerkt, dass das ganze nicht so gut l\u00e4uft. Ziemlich frustrierend und so kam mir die Messung wie eine Ewigkeit vor.<\/p>\n<p>Ich habe aber auch einen ganz gro\u00dfen Fehler gemacht! Den Termin hatte ich erst gegen Mittag, also dachte ich mir, dass ich den Morgen f\u00fcr Sport nutzen kann. Nikolaj und ich waren schwimmen, keine gute Idee. Ich war w\u00e4hrend des Termins schon total ersch\u00f6pft und m\u00fcde und ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn ich ersch\u00f6pft, m\u00fcde, w\u00fctend, gestresst oder krank bin, ich deutlich schlechter sehe als sonst.<\/p>\n<p>Ich denke, dass das wie schon zu erwarten war, schlechte Ergebnis, auf meinen k\u00f6rperlichen Zustand zur\u00fcck zu f\u00fchren ist.<\/p>\n<p>Nach dem Test fand ein Gespr\u00e4ch mit der \u00c4rztin statt, die mir den Bereich der Ausf\u00e4lle zur Verdeutlichung in Farbe markiert hat. Es war sehr deutlich zu erkennen, dass ich auf beiden Augen, links blind bin. Ich hatte immer die Hoffnung, dass meine Sehnerven sich aufgrund meines jungen Alters wieder erholen und es vielleicht St\u00fcckweise ein bisschen besser wird. Die \u00c4rztin hat mir f\u00fcr <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>diesen<\/strong> <\/span>Tag die Hoffnung genommen. Sie sagte, dass der Ausfall immer so bleiben wird und ich nur lernen k\u00f6nnte, damit zurecht zu kommen.<br \/>Von da aus ging es dann in die Sehschule. Leider kann man mir dort nicht helfen. Man h\u00e4tte mir helfen k\u00f6nnen, das Lesen wieder zu erlernen. Das habe ich aber bereits von alleine geschafft, genauso wie das Fernsehschauen.<br \/>Ich leide da ja auch nicht erst seit gestern dran, seit Oktober sehe ich so wie jetzt. Das sind sieben Monate, in denen ich genug Zeit hatte, mir vieles wieder anzutrainieren. Unter anderem das Schreiben am Laptop. Von Mal zu Mal werde ich wieder schneller im tippen und mache weniger Fehler.<br \/>Es geht jetzt darum, mir noch mehr in Alltagssituationen zu helfen. Denn selbst so einfache Situationen, wie eine Stra\u00dfe zu \u00fcberqueren, waren\/sind f\u00fcr mich gro\u00dfe Herausforderungen. Aber auch in diesen Alltagssituationen komme ich bereits schon deutlich besser zurecht und habe weniger Angst alleine unterwegs zu sein.<\/p>\n<p>Nun ja, der besuch beim Augenarzt, mit der Nachricht auf ewig so blind zu sein, war ein ziemlich harter Schlag, der mich sehr weit zur\u00fcckgeworfen hat.<\/p>\n<p>Bedr\u00f6ppelt ging ich nach Hause, verkroch mich im Bett, zog mir die Decke \u00fcber den Kopf und weinte.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck hatte Nikolaj frei und war da um mich zu tr\u00f6sten.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Nachmittag war ich mit meiner Freundin Steffi zum spazieren verabredet und ich hatte \u00fcberlegt aufgrund meiner Stimmung das Treffen abzusagen. Gut, dass ich es nicht getan habe, mir stattdessen wieder meine Jeans angezogen habe und raus gegangen bin. Genug Selbstmitleid f\u00fcr den Tag, es wurde Zeit wieder einen freien Kopf zu bekommen und raus an die Frische Luft gehen, bewirkt dabei wahre Wunder! (Auch wenn ich sonst behaupte nicht an Wunder zu glauben)<\/p>\n<p>Ich gebe euch mal einen Einblick, welche Gedanken in meinem Kopf so alles kreisten und mich runtergezogen haben:<br \/>Der erste Gedanke war, dass ich nie wieder Auto fahren werden kann. Das mag sich zugegeben f\u00fcr viele nicht so schlimm anh\u00f6ren wie es sich f\u00fcr mich tut. Autofahren hat f\u00fcr mich was mit Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit zu tun. Ich habe die Freiheit mit meinem Auto \u00fcberall dahin zu fahren, wo ich m\u00f6chte und das zu jeder Zeit. Ich bin auf niemanden angewiesen. Keinen Bus-, oder Zugfahrer, keinen Partner, keine Freundin.<br \/>Diese Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit habe ich immer sehr genossen und es f\u00e4llt mir sehr schwer diese jetzt aufzugeben.<br \/>Das gleiche gilt dem Fahrrad fahren. Auch das ist momentan nicht m\u00f6glich und laut der \u00c4rztin wird das auch in Zukunft schwierig sein.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes stiegen dann die Zweifel in mein Gedankenkarussell ein. Ich habe doch tats\u00e4chlich die ganze Operation angezweifelt! Hallo?! Mir wurde ein Teil meines Tumors entfernt, ich habe dadurch deutlich gr\u00f6\u00dfere Chancen den Kampf gegen den Tumor zu gewinnen. Doch f\u00fcr diesen Gedanken war ich erstmal blind.<\/p>\n<p>Das waren so meine zwei Haupt-negativen-Gedanken.<\/p>\n<p>Was macht man in solch einer Selbstmitleid\/negativen Gedankenkrise? Wie kommt man da wieder raus?<\/p>\n<p>Zuerst einmal erachte ich solche Krisen als \u00fcberhaupt nicht schlimm! Ich bin sogar der Meinung, dass das zwischendurch mal sein muss. Denn danach schafft man es oft, seine Gedanken zu erweitern.<br \/>Es ist wichtig, in solch einer Krise nicht zu verharren. Du musst dir nach einer f\u00fcr dich angemessenen Zeit selbst in den Hintern treten und einen klaren Kopf bekommen. Am besten funktioniert das f\u00fcr mich bei einem Spaziergang an frischer Luft, beim Sport, oder wenn man dr\u00fcber spricht. Zieh dir einen Freund, ein Familienmitglied, oder jemand professionellen ran und sprich \u00fcber das, was dich belastet. Oft ist es so, dass wenn man eine Sache ausspricht, sie gar nicht mehr so schlimm, oder hoffnungslos erscheint. Oft muss das Gegen\u00fcber gar nichts sagen und man findet den Weg von alleine.<br \/>Als n\u00e4chstes f\u00fchrst du dir vor Augen was du schon alles geschafft hast und denkst an alle positiven Aspekte, die damit zusammenh\u00e4ngen.<br \/>In meinem Fall sah das folgenderma\u00dfen aus:<br \/>Als erstes habe ich mir klar gemacht, dass die Meinung der \u00c4rztin nicht die wahre sein muss. Denn, (jetzt habe ich mir vor Augen gef\u00fchrt, was ich schon alles geschafft habe) bei meiner regelm\u00e4\u00dfigen Kontrolle, bei meiner eigentlichen Augen\u00e4rztin, hatte ich schon Erfolge. Beim letzten Mal gab es eine minimale Verbesserung. Auch wenn nur eine minimale, das ist besser als gar keine!<br \/>Als n\u00e4chstes habe ich daran gedacht, dass es mich h\u00e4tte viel schlimmer treffen k\u00f6nnen und ich damit ganz gut weggekommen bin.<br \/>Die Operation war sehr risikoreich und h\u00e4tte durchaus anders verlaufen k\u00f6nnen.<br \/>Ich denke, dass ich vor der Operation mein Testament, letzten Willen aufgeschrieben habe, sagt alles. Ich h\u00e4tte das alles auch gar nicht \u00fcberleben k\u00f6nnen, oder ganz blind sein k\u00f6nnen, oder auch zum Teil gel\u00e4hmt sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich lebe und kann &#8211; wenn auch nicht ganz &#8211; aber ich kann sehen und ich kann mich bewegen.<br \/>Ich kann vielleicht kein Auto mehr fahren, aber ich habe zwei gesunde Beine und F\u00fc\u00dfe mit denen ich \u00fcberall hinlaufen kann. Au\u00dferdem nehme ich so viel mehr von der Natur wahr, was klasse ist! Ich h\u00f6re die V\u00f6gel zwitschern, rieche das nasse Gras und sp\u00fcre den Wind.<\/p>\n<p>Schlimmer geht immer, das muss man sich bewusst werden. In der Regel bringt jedes negative Erlebnis etwas positives mit sich. Manchmal erkennt man es nur nicht sofort.<\/p>\n<p>Und dann sprich \u00fcber das, was dich belastet! Wenn du es vielleicht von alleine nicht schaffst positive Gedanken zu finden, so k\u00f6nnen dir andere vielleicht dabei helfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Denke lieber an das, was du hast, als an das, was dir fehlt. \u2013 Marc Aurel<\/strong><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte wirklich so vielen Menschen wie nur m\u00f6glich helfen positiv zu denken und ihnen dadurch ein sch\u00f6neres Leben verschaffen. Dabei ist es egal, in welcher Lebenslage man sich befindet! Ob Krankheit, Arbeitslosigkeit, Trennung\/Scheidung, Depression, BurnOut usw.<br \/>Ich gebe euch mal einige Anreize.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Vorteile des Positiven Denkens:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Gute Laune \u2013 wird zum Grundzustand<\/li>\n<li>Lernen aus Niederlagen<\/li>\n<li>Gute Beziehungen (Privat + Beruf + zu sich selbst)<\/li>\n<li>Starke Abwehrkr\u00e4fte<\/li>\n<li>Hohe Stressresistenz<\/li>\n<li>Schlechte Laune wird zur Seltenheit und wenn, dann nur kurz<\/li>\n<li>Chancen statt Probleme sehen<\/li>\n<li>Kontrolle \u00fcber Gedanken, Emotionen haben<\/li>\n<li>Gute gesundheitliche Verfassung, da mehr Botenstoffe Dopamine im K\u00f6rper<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Nachteile des negativen Denkens:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Schwaches Immunsystem, h\u00e4ufiger krank<\/li>\n<li>Sp\u00fcren h\u00e4ufig Stress und \u00c4ngste<\/li>\n<li>H\u00e4ufig schlechte Laune<\/li>\n<li>Schlechtere Beziehungen, weil sie negativ \u00fcber sich und andere Menschen sprechen<\/li>\n<li>Sehr misstrauisch<\/li>\n<li>Keine Kontrolle der eigenen Gedanken<\/li>\n<li>H\u00e4ufig unkonzentriert<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ihr seht also, was das Denkverhalten so alles mit sich bringen kann, oder wie es sich auswirken kann.<\/p>\n<p>Nur solltet ihr jetzt nicht versuchen krampfhaft positiv zu denken. Ein Zwang bringt n\u00e4mlich wieder Stress mit sich und den m\u00f6chte man schlie\u00dflich nicht haben!<\/p>\n<p>Positiv sein ist eine Sache des Wollens, nicht des M\u00fcssens. Falls du Probleme hast, den Weg zu finden, lies dir doch mal meinen Beitrag\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"http:\/\/glueckspilz-mona.de\/?p=213\">Positives Denken \u2013 Meine Einf\u00fchrung<\/a><\/span> durch. \u00a0<\/p>\n<p>Haltet die Augen f\u00fcr die positiven Dinge im Leben offen und versucht den Sinn, den Nutzen dahinter zu sehen.<\/p>\n<p>Deine Mona<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-10 aligncenter\" src=\"http:\/\/glueckspilz-mona.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20180706_185508_HDR-300x150.jpg\" alt=\"\" width=\"252\" height=\"126\" srcset=\"http:\/\/glueckspilz-mona.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20180706_185508_HDR-300x150.jpg 300w, http:\/\/glueckspilz-mona.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20180706_185508_HDR-768x384.jpg 768w, http:\/\/glueckspilz-mona.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20180706_185508_HDR-1024x512.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/><\/p>\n<p><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meinem ersten Beitrag zum positiven Denken habe ich euch erz\u00e4hlt, was mich dazu gef\u00fchrt hat, die Denkweise zu ver\u00e4ndern und mit welchen Hilfen ich es geschafft habe. 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